MEIN LEBEN

Das einzige was in meinem Leben bisher schön war, war wohl nur meine Kindheit, nicht mal mehr meine Jugendzeit, davon ausgenommen ein paar Phasen im Laufe der Jahre!

Ich weiss, dass Leben hat Höhen und Tiefen und so soll es auch sein, aber ich denke, ich kam von einem Tief ins andere, trotzdem möchte ich bis auf ein paar gewisse Sachen nichts an all den Erfahrungen missen, auch wenn dies vielleicht komisch klingt!

Dies soll aber keinesfalls als Selbstmitleid oder Beschwerde klingen, bei Gott nicht, alles wird irgendwie, irgendwo seinen Sinn haben, auch das negative und es gehört nun mal zum Leben dazu!

Man sagt Erfahrungen prägen, aber hätten sie dies bei mir getan müsste ich heut ein Arschloch sein (sorry, den Ausdruck) und als Egoist durch den Rest meines Lebens gehen, vor allem solo bleibend!

 

Ich war 4 Jahre alt als sich meine Mutter, Gott sei Dank, scheiden liess von meinem „Erzeuger“ (mehr ist er nicht für mich), als ich 5 Jahre alt war hat sich meine Mutter neu verliebt, in meinen Vater (für mich immer Vater und nicht bloss Stiefvater gewesen), er war verheiratet und er machte meiner Mom auch keine falschen Hoffnungen, er spielte mit offenen Karten und machte klar, dass er dies auch bleiben würde bis sein Sohn alt genug sei selbst zu entscheiden wo er bleiben möchte, also "wartete" meine Mom 8 Jahre auf ihn, ich wuchs also mehr oder weniger mit ihm auf.

Als mein Bruder dann 14 war, Scheidung und mein Vater zog zu uns, da war ich logischerweise 13, ein dummes Alter sag ich heute, denn ich sah ihn als "Störenfried", als jemand der mir meine Mom wegnehmen wollte, ich musste sie auf einmal „teilen“ und mein Kinderzimmer "opfern" aus dem man dann ein Schlafzimmer machte, somit nahm er mir „alles“, aus der Sicht eines Teenagers!

Mein Erzeuger hat sich einen Dreck um mich gekümmert, ich sah ihn zum ersten mal mit 13, da ich mir damals einbildete ihn kennen lernen zu wollen, meine Mutter liess mich und nach 2 Wochen kam ich freiwillig nach Hause! Alle Erzählungen über ihn in meiner Kindheit hatten sich bestätigt!

Ich kam dann einen Monat danach ins Krankenhaus - Notoperation - meine Mutter rief ihn an um es ihm zu sagen, falls er mich noch sehen wolle, meinte er nur, was soll ich da drin, kann ihr eh nicht helfen, seitdem ist er ganz für mich "gestorben"!

 

Meine "erste grosse Liebe" erlebte ich mit 8 Jahren *lach*, er war 9 und wir waren ca. 5 Jahre zusammen, tag täglich und unzertrennbar bis seine Eltern wegzogen aus Wien, das war eben der selbe Zeitpunkt als mein Vater zu uns kam, also ärgsten Liebeskummer auch noch dazu!

 

Na ja, dann lernte ich mit 15 einen kennen (ich nenne ihn hier mal Christian), ich hatte grad meine Lehre begonnen, er war 19, beim Bundesheer, was mir natürlich imponierte, auch das der sich grad in "mich" verliebte, dass er verheiratet und seine Frau hochschwanger war erfuhr ich erst viel später!

Meine Eltern waren über den Kontakt nicht sehr erfreut und verboten mir den Umgang mit ihm, half aber nichts, dann durfte ich nicht mehr weg, somit musste ich mir was einfallen lassen und schwänzte die Berufsschultage um mich mit ihm treffen zu können!

Mein Vater kontrollierte mich und kam wieder dahinter, Mordskrach zu Hause, ich nicht einsichtig das sie es gut meinten, da haute ich mitten in der Nacht mit meinen wichtigsten Dingen aus der elterlichen Wohnung ab, noch nicht mal 16 Jahre alt!

Er war in der Zwischenzeit geschieden und ich zog bei ihm ein!

Mein Vater suchte mich 2 Monate lang in ganz Wien, scheisse, meine Eltern wussten doch noch nicht mal ob ich noch lebe, das weiss ich heute und es tut mir noch immer verdammt weh meinen Eltern damals so sehr weh getan und ihnen solche Sorgen bereitet zu haben, aber damals dachte ich daran nicht!

Obwohl mir ging es bei dem Typ nicht gut, aber ich war zu feige und wohl auch zu stolz, Angst vor den Eltern wahrscheinlich auch, um nach Hause zu gehen und zuzugeben was der mir antat!

 

Damals brach eine Kinderseele!!!

 

Ich bin damals durch die Hölle gegangen und fühlte mich von „Freunden“ und auch von der Polizei im Stich gelassen,  wohlgemerkt es dauerte lang bis ich mich dort überhaupt hintraute!

Ich hatte Todesangst und fühlte mich allein!

Anfangs schlug er mich "nur" wenn er etwas getrunken hatte, aber es wurde schlimmer!

Mit der Zeit brauchte er keinen Alkohol mehr um seine Hemmschwelle zur Gewalt zu überwinden!

Mir ekelte vor ihm, er roch stets nach Alkohol, wenn er mich mal wieder zum Sex zwang! Anfangs sagte ich noch "nein" und versuchte mich zu wehren, dann schlug er mich und mit

der Zeit "lernte" ich, dass es ein "nein" nicht gab, ich liess es über mich ergehen, weil er dann weniger gewalttätig war!

Ich wurde also über Wochen, Monate, hinweg von ihm vergewaltigt, geschlagen, getreten, er dämpfte Zigaretten auf meinen Körper aus, zerschnitt mich mit Glasscherben und Rasierklingen, "verkaufte" mich an seine 3 besten Freunde, wenn er Geld brauchte oder einfach nur seinen Spass wollte!

Dazu band er mich ans Bett und sie machten sich ihren "Spass", toll.
Nebenbei musste ich arbeiten gehen um ihn auszuhalten, denn vom arbeiten hielt er nicht viel, nur von Alkohol und anderen Frauen!

Mit jedem male starb ein Teil meiner Seele, starb ein Teil von mir, ich wollte und konnte nicht mehr leben, nicht mehr so, ich entkam dem Teufelskreis und ihm nicht und sah keinen anderen Ausweg mehr - erster Selbstmordversuch.....

Er ging, wie gesagt,  nicht arbeiten und liess mich kaum aus den Augen, es gelang mir trotzdem ein paar mal abzuhauen, aber wo sollte ich hin, bei den so genannten "Freunden" stand ich vor verschlossener Tür, die wollten nichts damit zu tun haben!

Egal wo ich war, er fand mich und holte mich zurück, was mir dann zuhause geschah nach solchen Aktionen brauch ich wohl nicht zu erläutern!

 

Ich gab auf zu kämpfen, gab mich und mein Leben auf....

 

Irgendwann haute ich mal wieder von ihm ab und sass stundenlang in einem Cafe bis mich ein Typ (ich nenne ihn mal Robert) ansprach, ein paar Jahre älter als ich und mich fragte was denn los sei, weil er meine Tränen, meine Verzweiflung sah! Er war mir fremd, doch in dieser Situation brach es aus mir heraus und ich erzählte einem Typ dessen Namen ich zu dem Zeitpunkt noch nicht mal kannte alles von meinem Leben mit Christian!

Dann ging ich auf Toilette  - mein zweiter Selbstmordversuch - Robert fand mich in dieser Nacht und brachte mich rechtzeitig ins Krankenhaus, dort waren wenigstens nette Ärzte die es auf mein Flehen und nach einem Gespräch mit Robert hin nicht meldeten, sie übergaben mich dann seiner Obhut und er nahm mich mit zu sich nach Hause!

In den nächsten Wochen umsorgten er und seine Mutter mich so liebevoll wie ich es noch nie kennen gelernt hatte!

Er war es auch der Christian klar machte, dass er mich in Ruhe zu lassen hatte, denn der versuchte es noch immer an mich wieder heran zu kommen!

Ich verliebte mich mit der Zeit in Robert, aber an dem Tag an dem wir uns verloben wollten, hatte er eine Unfall mit dem Motorrad, ein betrunkener Autofahrer nahm ihm die Vorfahrt, seiner Mutter den einzigen Sohn und mir einen geliebten Menschen und das genau vorm Haus seiner Mutter!

Er starb noch auf der Strasse, vor unseren Augen, die Rettung kam zu spät, seine letzten Worte: "Ich liebe euch beide"....

 

Und wieder stand ich vor den Scherben meines Lebens....

 

Ich wohnte danach wieder bei meinen Eltern, aber nur ca. 2 Monate, dann bezog ich meine erste eigene Wohnung (hab ich von meiner Mom bekommen), das war 2 Monate vor meinem 18 Geburtstag, sie war nur 35 m2, aber sie war „mein“!

Ich hatte wieder Lebensmut und Hoffnung, einen tollen Job (gelernt hatte ich ja nichts, Lehre abbrechen müssen aus gesundheitlichen Gründen, wegen der Nieren OP die ich hatte durfte ich keine stehende Tätigkeit mehr ausüben was als Einzelhandelskauffrau aber nun mal so ist) und ich verdiente nicht schlecht!

Ich fand auch wieder neue "Freunde", dachte ich damals zumindest noch!

 

Kurz danach, lernte ich meinen geschiedenen Mann kennen, er zog zu mir und 1 Jahr später haben wir, auf sein Drängen hin, geheiratet, da war ich 19 Jahre alt!

Ich musste meinen Job aufgeben, durfte nicht weggehen, nicht mal alleine einkaufen und er rief zigmal am Tag an zur Kontrolle ob ich eh zuhause bin!

Das konnte nicht gut gehen und ich liess mich scheiden, ein paar Tage vor meinem 22. Geburtstag!

Endlich wieder frei! Bloss mit 25.000 Euro Schulden, die ich für ihn bezahlen durfte in den nächsten 8 Jahren!

Bevor ich meinen Mann kennen lernte wohnte eine Freundin von mir bei mir, ihre Mutter brachte sie zu mir, ihr Freund hatte sie drogensüchtig gemacht, ihre Mutter dachte sie käme da raus mit meiner Hilfe und ihrer, wenn sie nur von ihrem Freund mal weg sei, ich versuchte alles was ich konnte, versuchte immer für sie da zu sein, aber ich konnte nicht rund um die Uhr da sein, denn ich musste ja auch arbeiten gehen, erlebte mit ihr Entzugsversuche, sie schaffte es nie, machte zu Geld was immer sie in meiner Wohnung fand um wieder an Drogen zu kommen, ich hielt trotzdem zu ihr!

Eines Morgens bat sie mich doch heute bei ihr zu bleiben (dies tat sie öfter und ich versuchte ihr immer zu erklären das ich arbeiten gehen muss, wovon sollten wir denn sonst leben)!

Ich bereue bis heute nicht bei ihr geblieben zu sein, denn ich kam nach Hause und fand sie, den Anblick werde ich ebenso nie vergessen, ich rief die Rettung, auch diesmal zu spät, sie starb in meinen Armen, sie war noch nicht mal 18 Jahre alt!

 

Ich war auch mal mit einem zusammen (ich nenne ihn hier Michael) der war bei der  Cobra, den verlor ich bei einem Einsatz, er kam nicht wieder zu mir zurück, seine Kollegen überbrachten mir diese Hiobsbotschaft, ich brach zusammen, sie brachten mich ins Krankenhaus (waren auch unsere Freunde), ich trug zu dem Zeitpunkt unser Baby unter meinem Herzen!

Er sagte immer, wenn ich mal nicht mehr zu dir zurückkomme, dann bleibt dir wenigstens etwas von mir und unserer Liebe!

Mir blieb nichts von ihm, auch sein Baby nicht, ich verlor es in der selben Nacht noch!

 

Ich hatte übrigens bisher 8 Fehlgeburten, hab mir nie etwas mehr gewünscht im Leben als eine eigene Familie, mein eigenes Baby im Arm zu halten.....

Den Traum hab ich bereits aufgegeben, er wird sich nicht mehr erfüllen!

Ich hatte in den letzten Jahren viele Babys in meinem Arm gehabt, aber nie mein eigenes, ich muss ehrlich gestehen das ich darunter sehr leide, mehr als ich vielleicht zugeben möchte!

 

Dann lernte ich den Nächsten kennen, der auch dem Alkohol nicht abgeneigt war und zog zu ihm, da in meiner Wohnung noch mein Exmann wohnte!

Auch der war aggressiv, wenn er betrunken war, wenn auch nur verbal, so hatte ich trotzdem Angst vor ihm!

Einmal schlug er mich auch! Heute sage ich, einmal zuviel, aber damals war es für mich "normal"!

Haltet mich jetzt bitte nicht für verrückt, aber ich hab es doch nicht anders kennen gelernt in den Jahren davor, also war es für mich „normal“!

 

Auch die Tatsache, dass sich ein Mann von einer Frau nimmt was und wann er es möchte, war für mich "normal"!

Ich hatte ja "gelernt", dass es ein "nein" für einen Mann nicht gibt, hatte "gelernt" still zu halten, dann passiert mir nichts und es ist schneller vorbei!

Keiner von ihnen hat je bemerkt was mit mir los ist, es zählte nur ihre Befriedigung!

Ich fühlte mich nie als Mensch (Frau) sondern nur als Sex Objekt!

Ich fühlte mich auch nie geliebt sondern nur benutzt!

 

Und all das in jeder meiner Beziehungen, mit 2 Ausnahmen.....

 

Das war die eine danach, mit dem war ich 7 Jahre zusammen (ich nenne ihn hier Thomas), es zerbrach am Ende an seinen Lügen und seiner Untreue.

 

Wie immer stand ich vor den Scherben meines Lebens....

 

Ich ging nicht mehr raus, sperrte mich in meiner Wohnung ein!

Da ich aber auch nicht alleine bleiben wollte und trotz meiner schlimmen Vergangenheit die Hoffnung noch nicht aufgegeben hatte auch mal einen Mann kennen zu lernen der mich liebt, gab ich ein Inserat auf!

Ich bekam ne Menge Briefe und hatte mit einigen Briefkontakt, mich auch mit ein paar getroffen!

Einer von den Briefe Schreibern sollte mir zum Verhängnis werden, mich fast mein Leben kosten (der, der mich vergewaltigte)....

 

"Er" (der Täter) war nämlich auch darunter und er verstand es wunderbare Briefe zu schreiben, ich freute mich immer wieder auf den nächsten, kaum das ich einen in Händen hielt!

Das war im Juni 1999!

 

Er schlich sich mit seinen Briefen und seiner Art zu schreiben in mein verwundetes Herz, was ja nicht allzu schwer war!

Erst ein paar Tage bevor ich mit Freunden nach Graz fuhr um ihn zu besuchen, gestand er mir das er im Knast sitzt!

Er erzählte mir aber nicht den wahren Grund und sagte mir auch, dass es seine erste Haftstrafe sei, ich glaubte ihm, hatte ja keinen Grund es nicht zu tun!

 

Ja, einer der sich "auskennt" hätte wahrscheinlich an seinem Absender schon erkannt, dass dies ein Gefängnis ist (wie man mir nach seiner Verhaftung erzählte sogar eines von dreien in Österreich für Schwerverbrecher, na toll), für mich war es eine ganz normale Adresse!

Ich hatte doch noch nie mit solchen Leuten zu tun!

 

Also fuhren wir dahin, ich fühlte mich dort überhaupt nicht wohl, überall verschlossene Türen wo du warten musst bis man dir eine nach der anderen öffnet, dann dieser riesige Hof, rundherum nur Gitter und Beamte, auch in dem Besucherraum, ich hatte Angst!

Mit jedem Schritt den ich ging fragte ich mich was ich hier eigentlich tue, aber ich ging weiter!

 

Ich sah ihn und er gefiel mir überhaupt nicht, aber ich hatte noch immer seine „liebevollen“ Briefe in meinem Herz und wollte ihm eine Chance auf ein "normales" Leben geben, wollte ihm helfen!

Vielleicht hätte er mich damals noch los gelassen, vielleicht hätte ich damals noch den Absprung geschafft, ich weiss es nicht....

 

Die ganze Wahrheit erfuhr ich erst bei seiner Verhaftung und wenn ich mir heut seinen Vorstrafenregister anschaue wird mir immer noch schlecht, von Drogen, Einbrüchen, schwerer Körperverletzungen (auch gegen Beamte), Nötigung, Brandstiftung, bei der fast ein Mensch ums Leben gekommen wäre, über Zuhälterei gibt es eigentlich nichts was es nicht gibt - 20 Vorstrafen, davon 11 einschlägige!

Der Kripobeamte kam mit dem Strafregister Auszug zu mir in den Raum und sagte zu mir, sie wissen aber bestimmt nicht mit was für einen "schweren Jungen" sie sich da eingelassen haben,.....

 

Er war, wie schon erwähnt, aber in Graz / Steiermark inhaftiert und stellte dann Antrag nach Wien, toll dann war er 5 Minuten Autoweg von mir entfernt und ich musste ihn jeden 2. Tag besuchen!

Nach einer Zeit bekam er an jedem WE 48 Stunden Ausgang, den er natürlich bei mir verbrachte, schon nach dem ersten WE hätte ich am liebsten Schluss gemacht, denn ich wusste das ich ihn loswerden musste, ich traute mich jedoch nicht, weil ich damals schon riesen Angst vor ihm hatte, und dachte die Zeit arbeite für mich, das tat sie nicht, im Gegenteil, es wurde schlimmer, viel schlimmer, ich ging Wochen durch die Hölle meines Lebens, ich erlebte Dinge die ich bis dato nur aus Filmen oder Aktenzeichen im Fernsehen kannte!

 

An einem WE schickte er mir Zuhälter vorbei die mich mitnehmen sollten, die wollten mich ins Ausland schaffen, ich weinte und flehte und in meiner unsagbaren Angst versprach ich ihn nicht zu verlassen, er schickte sie weg!

Ein anderes WE sollte ich wieder einmal mit ihm in die Steiermark fahren, er hätte da was zu erledigen, ich erfuhr rechtzeitig von einer "Freundin" (ich nenne sie hier Manuela) von ihm, die sich auf meine Seite schlug im Laufe der Zeit, da sie ja alles mitbekam, was er tatsächlich vorhatte, er hätte mich dort gelassen bei einem Freund von ihm, von dort sollten mich dann irgendwelche Leute holen für einen Pornofilm in denen Frauen während des Aktes misshandelt und umgebracht werden (ich wusste gar nicht das es so was gibt, fragte dann bei einer meiner Aussagen, wo dies ja auch zur Sprache kam, einen Kripobeamten ob es so was tatsächlich gäbe und er bejahte, toll, wenn ich daran zurückdenke).....

Er hatte dafür schon 10.000 Euro kassiert von denen, da hat Manuela mich versteckt bei Leuten von ihr, nicht mal meine Eltern durften wissen wo ich bin, ich war dort wie im Knast, nicht telefonieren, nicht raus, nichts, das hielt ich nicht aus, versuchte stark zu sein und mein Leben wieder in den Griff zu kriegen, ging wieder in meine Wohnung, an den "Tatort", zurück, somit ging der Alptraum weiter!

 

Das WE wo er mich 7 Stunden auf das brutalste, ich glaub mehr psychisch als körperlich, in meinem eigenen Schlafzimmer vergewaltigte!

Das WE wo er mich in meinem Auto überfiel als ich aus der Garage fuhr und er mich in ein Waldstück dirigierte, dort das zweite mal vergewaltigt und versucht mich umzubringen (auf die selbe Art wie vor Jahren seine Frau verstarb - in einem Waldstück in der Steiermark)!

Ich flehte um mein Leben, ich glaub 3 Stunden lang, er genoss es, jedes Wort, jede Träne von mir, ich versprach ihm wieder das ich zu ihm zurückkomme, es wirkte schlussendlich und er liess davon ab und ich durfte nach Hause fahren (mit ihm natürlich), weg von einem Ort der mir beinahe mein Leben gekostet hätte, es war wie eine Flucht (ich war seit der Tat nie wieder dort)!

 

Und dann das letzte WE, er rief mal wieder meine Mom an, sie machte sich mit ihm ein Lokal als Treffpunkt aus und dachte "normal" mit dem reden zu können, ich sagte, Mama vergiss es! Wir fuhren da hin, Gespräch hin Gespräch her, meine Mom redete in aller Ruhe auf den ein, ich sass dort wie ein Häufchen Elend, nur am weinen, ehrlich, ich war nervlich und psychisch total am Ende, konnte nicht mehr, das Reden half nichts, er bestand darauf das ich entweder bei ihm bleiben oder sterben müsse und sagte zu meiner Mutter in einer Stunde in ihrer Wohnung passiert es wenn ich nicht vernünftig würde!

Meine Mutter liess ein Taxi rufen und er packte mich dort mitten im Lokal, als der Wirt sagte es sei da, und wollte mich nicht aus dem Lokal lassen, ein paar Gäste und der Wirt konnten ihn von mir dann los reissen und festhalten, so dass wir zum Taxi kamen, aber nach einer halben Stunde war er auch schon da und versuchte durch das Küchenfenster in die Wohnung meiner Eltern zu gelangen!

Meine Mom hatte da glaub ich zum ersten mal Angst und verstand nun was dies für ein Mensch ist!

 

Sie rief die Polizei, die kamen und er flüchtete durch den Hinterhof, mich nahmen sie mit und fuhren mit mir die Umgebung ab, riefen in der JA an, denn dahin ist er ja nicht zurückgekehrt und meldeten denen das, wir fanden ihn nicht, man fragte mich nach Details und in diesem Moment brach alles aus mir heraus was die letzten Wochen passiert ist! Daraufhin wurde noch mal gefunkt von den Beamten und durchgegeben um was für Delikte es alles ging, nicht mehr nur versuchter Einbruch, daraufhin wurde mit allen einsatzkräftigen Wägen und Beamten verschärft nach ihm gefahndet, mich brachte man dann nach ner halben Stunde "Gratisfahrt" in nem Streifenwagen aufs Kommissariat, dort musste ich mitten in der Nacht geduldig auf die Frau Kriminalpsychologin warten!

Die war meine schlimmste und enttäuschendste Erfahrung, obwohl sie eine Frau war, kam weitaus mehr Verständnis, Hilfe, Unterstützung, und Trost sowie auch Menschlichkeit von den männlichen Beamten rüber als von der und sowas darf sich Psychologin nennen!

Die kam total genervt da rein sah sich das Anzeige Protokoll an, sah mich an und sagte nur, wenn sie sich mit so einem einlassen sind sie selbst schuld und dürfen sich nicht wundern, toll, dann machte sie nur mehr ihre "Pflicht" und verschwand wieder!

 

Er wurde etwa nachdem ich ca. 1 Stunde dort sass, vorm Haus meiner Eltern verhaftet, weil er dort ein weiteres mal aufgetaucht ist, er wusste nicht das man mich mitgenommen hatte, um 3 Uhr morgens brachte man mich zu meinen Eltern zurück, da warf mich mein Vater aus der Wohnung, seitdem hab ich ihn nie wieder gesehen!

Dann war eine Verhandlung im Februar, da musste ich aussagen, aber Gott sei Dank hatte meine Juristin vom Frauennotruf (zu dem kam ich über den Weissen Ring) den Antrag gestellt gehabt das man ihn während meiner Aussage rausführt, das hätte ich nicht überlebt dem noch mal in die Augen zu sehen müssen!

Der Richter war sehr nett und einfühlsam, auch der Staatsanwalt und komischerweise auch sein Verteidiger, der stellte mir überhaupt nur 2 Fragen, die zweite Verhandlung war dann im März, auf 8 1/2 Jahre war er angeklagt, 4 Jahre lautete das Urteil, er nahm nicht an! Der Staatsanwalt und „er“ gingen in Berufung, dem Staatsanwalt war es zu wenig für die ganzen Anklagepunkte und „er“ stellte Antrag auf Freispruch oder zumindest auf Herabsetzung des Urteils!

Dann zitterte ich bis am 27.11., denn bis dahin wusste ich nicht ob ich noch mal aussagen muss, musste nicht, das Urteil 6 Jahre vom OLG!

 

Das Schlimmste in dem ganzen Prozess war für mich nicht mal die Aussage vor Gericht, nein, das war auf der Kripo die Täterprofilbeschreibung, der arme Beamte sass dafür fast 4 Stunden mit mir, nahm mich in den Pausen aber sogar in den Arm, tat ihnen leid und dann sagt der mir doch glatt noch das diese Fragen von einem Psychologen erstellt wurden, was er selbst nicht verstand das man Frauen nach so einem Erlebnis dann noch so quält, aber er entschuldigte sich dauernd bei mir, es müsse sein, sah ich ja auch ein, aber das war der blanke Horror, geht an die letzten Kräfte!

 

Die Verhandlung im Mai 2002 betraf den Brief vom 31.10.2001, den ihr unter Täter Briefe nachlesen könnt.....

 

 Seit der Tat leide ich unter psychischem Asthma, 1981 Nieren OP, 1997 Brustkrebs - wieder OP, 2000 Unterleibs OP, nächster und bisher letzter Selbstmordversuch Sommer 2001 - Grund - die Tat, ich leide unter Panikattacken, Schlafstörungen bis hin zu nächtelang gar nicht schlafen können, leide unter panischen Ängsten, krieg die Krise in der Dunkelheit, kann kaum alleine sein, schon gar nicht Nachts, hab Angst um mein Leben wenn er entlassen wird (er gibt bis heute keine Ruh, schreibt noch immer Briefe), Weinkrämpfe – ich fange ohne Grund von einer Minute auf die andere zu weinen an, leide unter Depressionen, und das Schlimmste für mich, ich leide seit der Tat an SVV (Selbst verletzendes Verhalten), weil es mich hilflos macht, weil ich es nicht kontrollieren kann,.....

 

Chris (über den ihr auf meiner privaten HP nachlesen könnt), mein Ex, den ich im April 2001 kennenlernte, mit dem ich die bisher schönsten 7 Monate meines Lebens verbracht habe, ich glaube der einzige den ich bis dahin je wirklich geliebt habe (bis dahin war ich mein Leben lang auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit, dachte auch oft sie gefunden zu haben und es war es doch nie) und ihm auch sehr viel zu verdanken habe, fand mich eines Morgens, dem blieb beim Betreten des Wohnzimmers schon das Herz stehen, überall Blut und ein Abschiedsbrief an ihn und einen an meine Eltern fand er vor und getraute sich erst gar nicht ins Schlafzimmer zu gehen, er fühlte keinen Puls mehr und da ich am Bauch lag getraute er sich mich nicht umzudrehen, obwohl er beruflich bei der Bestattung arbeitet und sicher schon Tausende gesehen hat, irgendwie hörte ich ihn schreien und weinen, warum du, warum, warum lässt grad du mich alleine,..... da kam ich irgendwie zu mir und wusste gar nicht was passiert ist, ich hatte ne Flasche Rum fast leer getrunken und mir dann versucht die Pulsadern aufzuschneiden, gelang nicht, daneben,..... erst dachte ich, sogar zu dumm von dieser Welt zu gehen, dann nahm ich es als Wink des Schicksals und seitdem hab ich meinen ganzen Willen und meine ganze Kraft aufgebracht um mein Leben neu zu ordnen und zu "leben"!

 

Das Leben ist zu schön und zu kurz um von selbst von dieser Welt zu gehen, das ist es was ich damals daraus lernte,.....

Heute möchte ich oft sterben, weil ich keine Kraft mehr habe!

Für viele bin ich stark und strahle angeblich Stärke nach aussen aus, aber in mich hinein, in mein Herz sieht mir selten einer,......

 

Ich lebte bewusster und war ein schönes Stück weiter als ich es vorher war und genoss jeden neuen Tag den ich "lebte", ich genoss Dinge anders als vorher, beachtete Kleinigkeiten viel mehr als vorher, erlebte alles viel bewusster als früher, nahm und sah nichts mehr als selbstverständlich an, was die meisten Menschen in der heutigen Zeit leider tun und einer dem anderen nicht mal mehr die Hand reicht, jeder verschliesst am liebsten die Augen vor dem was um ihn herum passiert, freute mich über Dinge die man früher vielleicht in der Hektik der Zeit gar nicht beachtet hat, zum Beispiel über ein Lächeln, ein liebes Wort, eine Umarmung,.....

 

Ich hab begonnen meinen Schmerz, meine Gefühle und Gedanken niederzuschreiben, schreibe Gedichte, das half und hilft mir auch heute noch sehr!

 

Ich lernte dann am 24.5.2002 Andreas "Andi" kennen, am 10.10.2002 haben wir uns verlobt und seit 17.04.2003 sind wir verheiratet!
Mehr über Andi und mich erfahrt ihr auf meiner privaten HP!


 

Dies war eine Kurzfassung meines bisherigen Lebens.....